Streitfälle der Grammatik, Herausforderungen der Orthografie oder Merkwürdigkeiten aus der Welt der Sprache(n): Hier finden Sie die Lösungen zum ADVERTEXT-Feierabendrätsel.

Unser kleines Feierabendrätsel erscheint jede Woche und greift beliebte Fragen aus unserem Lektorats- und Übersetzungsalltag auf. Wenn Sie regelmäßig mitraten und eventuell sogar etwas dazulernen möchten, folgen Sie uns in den sozialen Medien auf LinkedIn oder Facebook.

The answer is b.

The answers a and b feature the so-called Saxon Genitive which substitutes the word “of” to show possession. In this case, it’s used to refer to something owned by people. The singular form can look like this: “my friend’s house”. The plural form only needs an apostrophe: “my friends’ house”.

For names ending in s, we have two options. Either just add an apostrophe (“Charles’ son”) or use the normal ’s structure, which is more common in US-English (“Charles’s son”).

Antwort b ist richtig.

Es handelt sich um ein Lehnwort aus dem Grönländischen: annoraaq, wobei es sich um ein traditionell mit Robbenfell gefüttertes Kleidungsstück handelt. In vielen Inuit-Sprachen ist das Wort auch noch mit der allgemeinen Bedeutung „Kleidungsstück“ gebräuchlich.

Antwort b ist falsch.

Alle anderen Varianten sind tatsächlich richtig; „im Urlaub“ wird in der Regel in Nord- und Mitteldeutschland benutzt, im Süden findet sich auch „in Urlaub“, und in Österreich sowie im Bereich des Militärs sagt man meistens „auf Urlaub“.

Antwort c ist richtig.

Die Wörter vorrücken, vorrennen und vorrangig setzen sich jeweils aus „vor“ und einem Wort mit dem Anfangsbuchstaben R zusammen: vor-rücken, vor-rennen und vor-richten und werden daher mit zwei R geschrieben. „voraus“ dagegen besteht aus „vor“ und „aus“ und schreibt sich daher folgerichtig nur mit einem r.

Das gilt nicht nur für unser Beispiel „voraussetzen“ oder auch „Voraussetzung“, sondern für alle Wörter mit „voraus“: vorausahnen, vorausfahren, vorausschicken usw.

Antwort b ist falsch.

Die Wörter „buk“ und „frug“ sind Formen von „backen“ und „fragen“, die zwar nicht mehr gebräuchlich, aber trotzdem korrekt sind. Heute verwendet man stattdessen meist „backte“ und „fragte“ (schade eigentlich).
„Sie lud … auf“ ist ebenfalls eine korrekte Form, und zwar des Infinitivs „aufladen“.
Er lug wie gedruckt“ allerdings ist glatt gelogen. Es muss natürlich „Er log wie gedruckt.“ heißen.

Bei Antwort d).

Das ö in „hören“ wird zwar auch lang gesprochen, aber es kommt ohne jedes Dehnungszeichen aus. Warum das so ist? Dafür gibt es eine sehr interessante sprachentwicklungsgeschichtliche Erklärung, aber die würde hier den Rahmen sprengen 😉 .

Antwort b ist richtig.

Eine Ligatur (von lateinisch „ligare“ = „binden, verbinden“) bezeichnet in der Typografie einen Buchstabenverbund, bei dem zwei Zeichen zu einem verschmelzen. Zum Beispiel werden f und i oder f und l zu einem Zeichen (fi, fl – die richtige typografische Darstellung ist hier leider nicht so ohne Weiteres möglich). Damit wird im Schriftsatz der kleine Abstand vermieden, der eigentlich zwischen den Oberlängen der beiden Buchstaben entstehen würde. Ligaturen dienen dazu, das Schriftbild zu verbessern und einen Text lesbarer zu machen.

Antwort a ist richtig.

Wenn etwas ganz einfach geschafft werden kann, nennt man das im Englischen oft ein Stück Kuchen 🙂 . Zum Beispiel so: „I had no trouble finding the restaurant – piece of cake.“ Im Deutschen könnte man dafür „Klacks“ oder „Kinderspiel“ sagen. Dieser Ausdruck stammt ursprünglich aus den 1930ern und wurde von der Royal Air Force gebraucht, wenn eine Mission besonders leicht zu erfüllen war.

Fun Fact: Die anderen Redewendungen stammen tatsächlich aus verschiedenen Werken von Shakespeare, der die englische Sprache insgesamt um mehr als 1.000 Wörter und Sätze reicher gemacht hat. Ob er sie wirklich alle selbst erfunden hat, werden wir wohl nie erfahren, aber jedenfalls war er der erste, der sie schriftlich festgehalten hat.

Antwort c) ist richtig – in Norditalien

Ladinisch wird im Gebiet der Dolomiten, also vor allem in Südtirol und im Trentino, gesprochen, daher wird es auch als Dolomitenladinisch bezeichnet. Es ist eine Untergruppe der rätoromanischen oder auch alpenromanischen Sprachen.

Das Ladinische ist in Italien als Minderheitensprache anerkannt, auch wenn es sehr eng mit dem Italienischen verwandt ist.
Die Anzahl der Ladinischsprecher:innen liegt bei rund 30.000.

Antwort d) haben wir uns ausgedacht. Flückflittards gibt es nicht, zumindest nicht, soweit wir wissen 🙂 .

Klookschieter dagegen sagt man in Schleswig-Holstein für Klugscheißer, Motschekiebchen in Ostmitteldeutschland für Marienkäfer und Gsälz heißt in Schwaben ein süßer Brotaufstrich. Der wurde der Haltbarkeit wegen nämlich früher gesalzen.

Antwort b).

Richtig ist: „Ich gab dem Autor die Hand.“ Wann bei einem Wort im Dativ ein -en angehängt wird und wann nicht, kann man feststellen, indem man sich jeweils den Genitiv ansieht: des Regisseurs, des Autors, aber des Kandidaten, des Journalisten. Bei Wörtern mit en-Genitiv findet sich dieses -en auch im Dativ wieder: dem Kandidaten, dem Journalisten. Bei Wörtern mit s-Genitiv dagegen bleibt der Dativ endungslos: dem Regisseur, dem Autor.

Noch ein paar weitere Beispiele: des Professors/dem Professor, des Menschen/dem Menschen, des Präsidenten/dem Präsidenten, des Automaten/dem Automaten, des Bären/dem Bären usw.

Antwort b): In dem Satz fehlen sechs Kommas.

Dieses Feierabendrätsel, (1) das wir uns während der Arbeitszeit, (2) die von 9 bis 19 Uhr dauert, (3) ausgedacht haben, (4) befasst sich mit der Zahl der Kommas, (5) die man setzen muss, (6) damit der Satz korrekt geschrieben ist.

Antwort c)

Das Wort „Zivi“ ist eine Kurzform von Zivildienstleistender und schreibt sich daher mit v.

Die richtige Antwort ist b.

Mit „simplified Chinese“ bzw. vereinfachtem Chinesisch wird ein System von vereinfachten chinesischen Schriftzeichen bezeichnet, das sich in der Komplexität her von den traditionell üblichen Schriftzeichen unterscheidet. Es ist die heute Standardschrift in der Volksrepublik China.

In den 1950er-Jahren kam es in der Volksrepublik China zu einer Reform des traditionellen Schriftzeichensystems, bei der eine Vielzahl der kompliziert aufgebauten Schriftzeichen auf weniger Bestandteile reduziert wurde. Ziel der Reformbewegung war, der breiten Bevölkerungsschicht einen leichteren Zugang zur chinesischen Schrift zu ermöglichen.

Aus den traditionellen Langzeichen (fantizi 繁体字) wurden somit die vereinfachten Kurzzeichen (jiantizi 简体字).

Doch Chinesisch ist nicht gleich Chinesisch: Da außerhalb der Volksrepublik China in einigen Gebieten und Ländern – insbesondere in Taiwan – bis heute die traditionellen Zeichen gebräuchlich sind, empfehlen wir unseren Kunden, bei chinesischen Übersetzungen genau zu überlegen, an welchen Zielmarkt sich die jeweilige Übersetzung richten soll.

„Eckerl“ ist unsere eigene Erfindung – die Lösung lautet d)

Während Kanten vor allem in Berlin und Ostdeutschland der gängige Begriff für das Brotendstück ist, bezeichnet man es in Sachsen und Oberfranken als Rämpftla oder auch Ranft. Scherz, alternativ auch Scherzel bzw. Scherzerl, findet sich in bayrischen und österreichischen Sprachregionen.

Das Eckerl, so zutreffend es auch scheinen mag, haben wir hingegen frei erfunden.

Ob die Endstücke von dänischem Smørrebrød einen bestimmten Namen haben, wissen wir leider nicht. Dafür können wir euch aber tolle Rezepte für das Brot unserer dänischen Nachbarn vorstellen:  www.visitdenmark.de/daenemark/erlebnisse/rezepte/daenisches-smoerrebroed

Die richtige Antwort lautet Nadelmaus, also a.

Das japanische Wort für Igel ist Harinezumi ハリネズミ. Die Schriftzeichen bzw. Kanji dazu lauten 針鼠. Während die wörtliche Rückübersetzung des ersten Schriftzeichens (針) „Nadel“, „Dorn“, „Stachel“ bedeutet, steht das zweite Schriftzeichen (鼠) für „Maus“ oder wahlweise auch „Ratte“.
Ob Igel in Japan nun also Nadelmäuse oder Stachelratten sind, bleibt somit ganz euch überlassen. Den Igeln dürfte das vermutlich egal sein .

Antwort d ist richtig.

Alle vier Wörter kann man vorwärts und rückwärts lesen, aber nur Eber ergibt dabei ein anderes Wort: Rebe. Alle anderen sind reine Palindrome, ergeben also vorwärts und rückwärts dasselbe Wort.

Antwort d ist richtig.

Diese Redensart hat ihren Ursprung bei Hamlet. Zugegeben, nicht wörtlich, Polonius drückt es folgendermaßen aus: „Apparel oft proclaims the man“. Mit der Zeit wurde daraus dann „Clothes make the man“. Im Deutschen würden wir „Kleider machen Leute“ sagen, was seinen Ursprung jedoch in der gleichnamigen Erzählung von Gottfried Keller hat.

Antwort b ist richtig.

Die Redewendung „die Haare stehen einem zu Berge“ stammt aus dem Buch Hiob, Kapitel 4, Vers 15: „Ein Hauch fährt an mir vorüber; es stehen mir die Haare zu Berge an meinem Leibe“.

Antwort c ist richtig.

Diese Redewendung hat ihren Ursprung in Katalonien. Wenn früher in ländlichen Gegenden ein Mann an einer Frau interessiert war, wurde er oft von deren Familie zum Essen eingeladen. Wurde ihm am Ende Feuer für eine Zigarre angeboten, so akzeptierte die Familie eine Verlobung – wurde ihm jedoch ein Teller mit einem Kürbis serviert, war das eine Aufforderung, das Haus zu verlassen.

Antwort c ist richtig.

Das Kriterium, ob nach einem kurz gesprochenen Vokal ein Doppel-s steht, ist nur bei der Frage „ss“ oder „ß“ relevant. Wörter mit einfachem s betrifft es nicht. Es heißt also „Bus“. Die Mehrzahl ist aber natürlich Busse, nicht Buse .

Antwort c).

Früher wurde wie im Französischen geschrieben, also „Bureau“, während „Büro“ die jüngere, eingedeutschte Schreibweise ist. Die Mischform mit ü und eau in einem Wort gibt es nicht.

Antwort d ist richtig.

„Tohu wa bohu“ kommt ursprünglich aus dem Hebräischen und bedeutet „wüst und leer“. Am Anfang der Schöpfungsgeschichte in der Bibel herrschte auf der Welt also ein ziemliches Tohuwabohu.

Antwort b ist richtig.

Wer sich hierzulande wie ein Elefant im Porzellanladen benimmt, der hinterlässt bei seinen Mitmenschen durch sein tollpatschiges und vielleicht auch taktloses Verhalten einen Scherbenhaufen, entweder wörtlich oder zumindest metaphorisch.

Auch im englischen Ausdruck bleibt es beim Porzellanladen, aber dieser wird anstelle eines Elefanten von einem Bullen verwüstet.

Aussage c ist falsch.

Das Ukrainische ist keineswegs ein russischer Dialekt, sondern eine eigenständige Sprache, die aber eine enge Verwandtschaft mit dem Russischen aufweist. Zusammen mit den Sprachen Belarussisch und Russisch wird Ukrainisch zum ostslawischen Zweig der slawischen Sprach gezählt.
Die meisten Ukrainer sind zweisprachig, was auch auf die historische Verbreitung des Russischen in der Ukraine und auf die spezifische Sprachsituation in der Ukraine zurückzuführen ist.

Mehr Informationen zum Ukrainischen finden Sie in unserem Beitrag zur ukrainischen Sprache. (> Link auf www.advertext.de/ukrainisch-und-russisch-gemeinsamkeiten-und-unterschiede)

Antwort b ist richtig.

Obwohl das nahezuliegen scheint, hat Stegreif nichts mit „stehen“ und „greifen“ zu tun. Das wird schon deutlicher, wenn man es so ausspricht, wie es eigentlich ausgesprochen werden müsste, nämlich Steg-reif (und so trennt man das Wort übrigens auch 🙂 ). Und das Ganze ist nichts anderes als eine alte Bezeichnung für Steigbügel.

Die Redewendung „etwas aus dem Stegreif tun“ heißt ganz einfach, etwas ohne große Vorbereitung zu tun, zu improvisieren. Um im Bild des Steigbügels zu bleiben: etwas tun, ohne auch nur von seinem Pferd abzusteigen.

Die richtige Antwort ist b.

Das haben wir uns ausgedacht .

Aber die anderen drei Begriffe gibt es tatsächlich:

Unter Augenpulver versteht man Schrift, die so klein oder eng geschrieben ist, dass man sie kaum lesen kann. Man kneift dabei dann unwillkürlich die Augen zusammen.

Als Schusterjunge wird es im Schriftsatz bezeichnet, wenn eine Seite oder Spalte mit der ersten Zeile eines neuen Absatzes endet, die dann unschön in der Luft hängt.

Und Zwiebelfische sind Buchstaben, die in einer anderen Schrift gedruckt sind als der restliche Text, sodass sie unangenehm ins Auge fallen.

Die richtige Antwort ist c.

Likör ist nur in der Schreibweise mit ö richtig. Den Amateur und das Malheur dagegen gibt es nur mit eu. Und beim Friseur hat man die Wahl: Der Duden empfiehlt zwar, ihn mit eu zuschreiben, also Friseur, aber auch mit ö ist es richtig: Frisör.

Warum sich bei manchen Fremd- oder Lehnwörtern neben der ursprünglichen Schreibweise noch eine eingedeutschte herausbildet und bei anderen nicht und warum sich manchmal die eine und manchmal die andere durchsetzt? Who knows … . Das ist wohl eher ein Fall für die Linguistik.

Antwort c ist richtig.

„Alle Wege führen nach Rom“ ist ein altes Sprichwort, das sich erst einmal in einem rein geografischen Sinn auf Rom als Zentrum des römischen Straßennetzes bezieht und nichts mit der Bibel zu tun hat. Als Redewendung meint es so etwas wie „viele Möglichkeiten führen zum Ziel“.

Antwort b): Die Schreibweise „Quartz“ ist falsch.

 

Die korrekte Schreibweise ist Quarz (zumindest im Deutschen), es handelt sich dabei um ein Mineral. Dass man häufig „Quartz“ liest, mag daran liegen, dass es im Englischen tatsächlich mit tz geschrieben wird.

Von den vier Wörtern aus unserem Rätsel hat nur der Eigenname Hertz ein tz: Der Physiker Heinrich Hertz war der Erste, dem es gelang, experimentell elektromagnetische Wellen zu erzeugen. Hertz, abgekürzt Hz, ist die Einheit für Frequenz.

Antwort c) ist richtig.

Vor der Rechtschreibreform von 1996 wurden drei aufeinanderfolgende gleiche Buchstaben nur dann geschrieben, wenn danach ein weiterer Konsonant folgte, also wie jeweils das l bei Pappplakat und bei Sauerstoffflasche. Folgt dagegen ein Vokal, wurden vor der Reform nur zwei gleiche Buchstaben geschrieben. Richtig war bis dahin also tatsächlich Stilleben, Brennessel oder Schiffahrt und nicht wie heute Stillleben, Brennnessel usw. Nur beim Trennen ist der dritte Konsonant dann doch aufgetaucht: Getrennt wurde Still-leben, Brenn-nessel usw.

Die richtige Antwort ist a.

Alle vier Wörter kann man vorwärts und rückwärts lesen, aber nur Kajak ergibt dabei sogar dasselbe Wort.

Wörter, die sowohl vorwärts als auch rückwärts gelesen werden können, werden in der Sprachwissenschaft als Palindrom bezeichnet. Neben Wortpalindromen (wie diesen hier) gibt es auch Satzpalindrome – also ganze Sätze, die rückwärts gelesen ebenfalls einen Sinn ergeben. Dafür hier Beispiele zu finden war uns aber zu kompliziert 🙂 .

In Satz c.

Dieser Satz ist ein schönes Beispiel dafür, wie wichtig eine korrekte Kommasetzung ist. Denn Kommas können die inhaltliche Aussage verändern.

Ohne Komma (also „Geht nicht gibt’s nicht“) hat der Satz die Bedeutung von „Geht nicht“ gibt es bei uns nicht bzw. Wir können und machen alles. So ist diese Redewendung in den meisten Fällen ja auch gemeint. Ein Komma hingegen macht aus dieser zusammenhängenden Aussage zwei getrennte Einzelaussage. Die Bedeutung wird dadurch ins Gegenteil verkehrt: Das geht nicht und das gibt’s nicht.

Die Sätzen a, b und d sind dagegen eindeutig. Hier trennt das Komma unterschiedliche Satzglieder.

Die richtige Antwort ist d.

Latein zählt nicht zu den romanischen Sprachen, sondern gilt als deren gemeinsame Vorläufersprache. Kennzeichen aller romanischen Sprachen ist eine verbindende Ursprache, nämlich das gesprochene Latein des Volkes der Spätantike, das sogenannte Vulgärlatein.

Weitere romanische Sprachen sind Italienisch und Spanisch, aber auch „kleinere“ Sprachen wie Katalanisch, Galizisch oder Sardisch.

Rumänisch wird zwar vielfach für eine slawische Sprache gehalten, ist aber tatsächlich ebenfalls lateinischen Ursprungs.

 

Satz a ist falsch.
Das Verb, um das es in diesem Satz geht, ist „hinweisen“. Daher muss „weist auf … hin“ ebenfalls mit einfachem s geschrieben werden.

Die Antwort b leitet sich hingegen vom Verb „weißen“ ab, das wiederum auf die Farbe Weiß zurückgeht.
Bei Antwort c ist das Grundverb „wissen“, dessen konjugierte Formen sich im Singular mit ß schreiben (ich weiß, du weißt, er/sie/es weiß).

 

Antwort c: „Zwirn“

Vorab aber erst einmal zur Frage, was ist ein Teekesselchen überhaupt? Darunter versteht man Wörter, die zwei völlig verschiedene Bedeutungen haben.

Hering kann ein Fisch oder ein Zelthering sein.
Spagat kommt einerseits aus dem Turnen oder der Gymnastik („einen Spagat machen“) und ist andererseits ein anderes Wort für Schnur oder Bindfaden.
Heft kann ein Schreibheft oder Ähnliches bezeichnen, aber auch den Griff einer Stichwaffe. Aus dieser Bedeutung leiten sich zum Beispiel die Redewendungen „das Heft in die Hand nehmen“ bzw. „sich das Heft aus der Hand nehmen lassen“ ab, was „die Leitung von etwas übernehmen“, „die Macht übernehmen“ bedeutet – bzw. sie sich wegnehmen lassen.
Zwirn hingegen hat keine zwei verschiedenen Bedeutungen. Zumindest sind uns keine bekannt. 🙂

Die richtige Antwort ist d).

Ein Bandelier ist ein Tragegurt oder ein Schulterriemen, z. B. ein schräg über der Schulter getragener Patronengurt.

Übrigens: Obwohl alle vier Wörter mit „ier“ enden, werden sie unterschiedlich ausgesprochen: „Juwelier“ und „Bandelier“ mit einem normalen langen ie, „Portier“ und „Bankier“ dagegen mit französischer Aussprache.

Richtige Antwort: c, Harakiri!

Unter Kanji (漢字) versteht man die bedeutungstragenden japanischen Schriftzeichen chinesischen Ursprungs, die zusammen mit den Silbenschriften Hiragana und Katakana das japanische Schriftsystem bilden und in der Regel für Nomen und Wortstämme von Verben und Adjektiven verwendet werden.

Bei Hiragana (ひらがな) handelt es sich um eine Silbenschrift, mit der man theoretisch jedes japanische Wort schreiben kann. In japanischen Sätzen haben die Silben allerdings hauptsächlich die Funktion, die Grammatik zu verdeutlichen.

Die Silbenschrift Katakana (カタカナ) verwendet man vor allem, um Lehnwörter und ausländische Namen zu transkribieren.

Harakiri (bzw. Seppuku, wie es im Japanischen richtig heißt) ist hingegen die vor allem im Westen gebräuchliche Bezeichnung für das, was allen Japanisch-Lernenden, die an Kanji, Hiragana und Katakana verzweifeln, als letzter Ausweg bleibt: ritueller Selbstmord 😮 😉 .

 

„Ferdinand Schmitz seine Gedichte“ ist falsch – also Antwort b.

Die üblichste Art, den Genitiv von Namen zu bilden, die auf s, ß, x, z, oder tz enden, ist, einfach einen Apostroph anzuhängen: Schmitz’ Gedichte, Marlies’ neuer Hund, Marx’ Werke.

Möglich ist auch „Schmitzens Gedichte, „Weißens Garten“, „Fritzens Freunde“ usw. Diese Form ist aber veraltet und kaum noch gebräuchlich.

Wenn man keine Apostrophe mag, kann man das Ganze auch umstellen und einen Artikel vor den Namen setzen: „die Gedichte des Ferdinand Schmitz“, „der Satz des Pythagoras“ usw. Die Endung des Namens bleibt, dann, wie sie ist: ohne Apostroph, -ens oder -s. Diese Form klingt allerdings sehr gehoben und passt nicht immer. Im Zweifel könnte man dann auch den Genitiv Genitiv sein lassen und auf „von“ ausweichen: „der neue Hund von Marlies“, „die Walzer von Strauß“ oder eben „die Gedichte von Ferndinand Schmitz“.

 


Die Antwort lautet: im Spanischen, also a.

Man kann zwar auch in Russland oder Frankreich auf dem Kopf stehen, aber die wahren Satzzeichenakrobaten sind im Spanischen zu Hause. Denn das Spanische verfügt über einen echten typographischen Knaller, den es so in keinen anderen Sprachen gibt: Fragesätze – also Sätze, die mit einem Fragezeichen enden – werden mit einem umgedrehten Fragezeichen eingeleitet. ¿Das sieht doch für unsere Gewohnheiten ziemlich komisch aus, oder?

Und es kommt noch besser: Diese Besonderheit gilt nicht nur für Fragezeichen, sondern auch für Ausrufezeichen in Ausrufesätzen. ¡Das ist echt der reinste Wahnsinn!

Wer weitere Highlights der spanischen Sprache kennenlernen möchte, dem legen wir unseren Schnelleinstieg ins Spanische ans Herz.

Die Lösung lautet d.

Obwohl sich s-Laute am Ende eines Wortes meist eher wie ein scharfes S anhören, wenn man das Wort spricht, wird „Vlies“ nur mit einfachem S geschrieben.

Die richtige Antwort ist b.
Anders als bei den drei anderen Wörtern wird der Singular „Selfie“ mit ie geschrieben und nicht mit y. Daher schreibt sich auch der Plural mit ie: Selfies.

Viele glauben irrtümlicherweise, dass im Deutschen auch Wörter wie „Hobby“ und „Baby“ im Plural mit -ies geschrieben werden (Hobbies, Babies). Dies entspricht jedoch der englischen Rechtschreibung. Im Deutschen wird hingegen bei geläufigen Fremdwörtern aus dem Englischen, die im Singular auf y enden, einfach ein s angehängt.

Deswegen freuen wir uns im Englischen zwar über „Selfies with cute babies on little ponies“, im Deutschen hingegen über „Selfies mit süßen Babys auf kleinen Ponys“ 🙂 .

Antwort b ist richtig.
Wenn eine Seite oder Spalte mit einer einzelnen („verwaist“ wirkenden) Zeile beginnt, die die letzte Zeile des vorangehenden Absatzes darstellt, wird dies als Hurenkind bezeichnet. Hurenkinder gelten im Schriftsatz als grobe handwerkliche Fehler, da sie sowohl die Ästhetik des Schriftbildes als auch den Lesefluss beeinträchtigen.

Unter dem Gesichtspunkt der Political Correctness wird anstelle von „Hurenkind“ zunehmend der Begriff „Witwe“ verwendet. Dieser geht auf widow zurück, der seit jeher im englischen Schriftsatz üblichen Bezeichnung für Hurenkinder.

Ihr Gegenstück ist der sogenannte Schusterjunge: Hierbei endet eine Seite mit der ersten Zeile eines Absatzes, was ebenso verloren wirkt wie ein Hurenkind. Um Hurenkinder und Schusterjungen auseinanderhalten zu können, merken Sie sich einfach eine der folgenden Eselsbrücken:

„Ein Hurenkind weiß nicht, wo es herkommt, ein Schusterjunge nicht, wo er hingeht.“ oder
„Ein Schusterjunge muss unten im Keller arbeiten, ein Hurenkind steht verloren oben auf der Straße.“

Wenn Ihnen Ihr Lektorat das nächste Mal also „Hurenkind“ in die Korrekturen schreibt, ist das nicht als Beleidigung gemeint. 😉

 

Die richtige Lösung ist c.
Während bei a, b und d die Wörter nach neuer Rechtschreibung geschrieben sind, ist „Kuß“ eine veraltete und nicht mehr korrekte Schreibweise. Heutzutage würde man vermutlich automatisch „Kuhs“ lesen, da man sich inzwischen daran gewöhnt hat, dass ein „ß“ immer nur hinter einem langen Vokal steht. Daher geben wir unseren Liebsten seit der Rechtschreibreform lieber einen Kuss.